Was sind UPE-Aufschläge und warum gibt es sie?
UPE-Aufschläge (Unverbindliche Preisempfehlung-Aufschläge) sind Zuschläge auf
Ersatzteilpreise, die Werkstätten erheben, um interne Lagerkosten, Logistik
und Teilemanagement abzudecken. Sie sind bundesweit üblich und werden in
nahezu allen markengebundenen Werkstätten berechnet.
Versicherungen versuchen regelmäßig, diese Position zu streichen – oft völlig zu Unrecht.
Was genau sind UPE-Aufschläge?
Definition und Hintergrund
UPE-Aufschläge sind prozentuale Zuschläge auf Originalersatzteile.
Sie decken Kosten ab wie:
- Lagerhaltung
- Transport & Logistik
- Teilebereitstellung
- Verpackung & Handling
Warum Werkstätten UPE-Aufschläge berechnen
Herstellerpreise decken nicht alle tatsächlichen Kosten ab.
UPE-Aufschläge gleichen diese Differenz aus und sind ein normaler Bestandteil
einer fachgerechten Reparaturkalkulation.
Wie hoch sind UPE-Aufschläge?
Übliche Prozentsätze
Je nach Region und Hersteller liegen UPE-Aufschläge typischerweise zwischen:
- 8 % und 15 % bei vielen Marken
- bis zu 20 % bei Premiumherstellern
Beispielrechnung
Ersatzteilpreis: 500 €
UPE-Aufschlag 10 % = 50 €
Gesamt: 550 €
Muss die Versicherung UPE-Aufschläge erstatten?
Klare Antwort: Ja, im Haftpflichtfall
Wenn der unabhängige Gutachter UPE-Aufschläge kalkuliert hat, sind diese
zur Wiederherstellung erforderlich und müssen erstattet werden (§ 249 BGB).
Bei fiktiver Abrechnung ebenfalls erstattungsfähig
Auch bei fiktiver Abrechnung gehören UPE-Aufschläge zur Schadenhöhe,
solange sie im Gutachten angesetzt sind.
Warum Versicherungen UPE-Aufschläge fast immer kürzen
Trick 1: Verweis auf „Partnerwerkstätten“
Versicherungen behaupten, ihre Partnerwerkstatt berechne keine UPE-Aufschläge.
Das ist irrelevant: Der Geschädigte kann jede Werkstatt wählen.
Trick 2: Behauptung „nicht erforderlich“
Wenn die Werkstätten in der Region UPE-Aufschläge berechnen, sind sie erforderlich.
Der Gutachter dokumentiert das bereits in der Kalkulation.
Trick 3: Pauschales Streichen ohne Begründung
Ein Klassiker: Versicherungen streichen UPE-Aufschläge einfach komplett.
Rechtlich absolut haltlos – Anwälte holen das immer zurück.
Was tun, wenn UPE-Aufschläge gekürzt wurden?
1. Nicht selbst argumentieren
Versicherungen nutzen Unsicherheit aus. Lass Anwalt und KarPro kommunizieren.
2. Gutachten als Grundlage nutzen
Wenn UPE-Aufschläge im Gutachten stehen, müssen sie bezahlt werden.
Punkt.
3. Kürzung rechtlich prüfen lassen
Ein Anwalt kann die vollständige Erstattung durchsetzen –
die gegnerische Versicherung trägt die Kosten.
Häufige Fragen (FAQ)
Werden UPE-Aufschläge bei älteren Fahrzeugen gezahlt?
Ja, solange Originalteile kalkuliert sind.
Sind UPE-Aufschläge auch bei Teilreparaturen erstattungsfähig?
Ja. Sie gehören zu den Ersatzteilkosten.
Gibt es sie auch bei freien Werkstätten?
Ja, aber seltener. Entscheidend ist, was der Gutachter kalkuliert.
Weiterführende Ratgeber
Fazit
UPE-Aufschläge sind ein völlig normaler und erforderlicher Bestandteil
der Reparaturkosten. Versicherungen kürzen sie fast reflexartig –
aber ohne rechtliche Grundlage. KarPro sorgt dafür, dass du jeden Euro bekommst,
der dir zusteht.
